Pension und Altersvorsorge für Beamte – Alles vom Staat geregelt?

Beamte haben Anspruch auf eine „angemessene“ Altersversorgung seitens des Dienstherrn. Aufgrund der demografischen und der Schuldenentwicklung ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Versorgungssätze angepasst und abgesenkt werden.

Auch in Niedrig-Zins-Phasen, wie sie derzeit bestehen, darf man die eigene Altersvorsorge nicht vernachlässigen. Es existieren hierfür verschiedenste Möglichkeiten – teilweise mit staatlicher Förderung.

Gerade als Dienstanfänger mit niedrigen Anwärterbezügen sollte man den Grundstein für die eigene Altersversorgung legen.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über folgende Themen:

Unterschied zwischen Rente und Pension

Berechnung der Pension in Bayern

Pensionsergänzung von Beamten

Der Unterschied zwischen Rente und Pension

Die Altersversorgung von Angestellten und Beamten unterscheidet sich fundamental voneinander. Ein direkter Vergleich ist aufgrund der Unterschiedlichkeit der Systeme daher nur schwer möglich.

Die gesetzliche Rentenversicherung fußt auf einem Umlageverfahren. Um Rente zu erhalten, müssen entsprechende Vorrausetzungen, Rentenansprüche genannt, seitens des Rentenversicherten vorliegen. Die Höhe der Rente bemisst sich an der Höhe der selbstgezahlten Beiträge (plus Beiträge des Arbeitgebers). Diese werden in Punkte umgerechnet und ergeben somit einen Durchschnittswert für die während des gesamten Berufslebens eingezahlten Beiträge. Anhand dieser Punkte, der Versicherungsdauer und dem Rentenbeginn wird die Höhe der Altersrente berechnet.

Senioren Paar

Die Berechnung der Pension hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine wichtige Grundlage ist das letzte Gehalt.

Die Pensionen der Ruhestandsbeamten werden dagegen rein aus Steuermitteln finanziert. Beamte haben in den ersten 5 Dienstjahren in der Regel keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt (Pension). Ausschlaggebend für die Höhe der Pension ist das letzte Einkommen und die Anzahl der Dienstjahre (die derzeitige höchstmögliche Pension wird nach 40 Dienstjahren erreicht und beträgt bisher 71,75 %).

Unsere Dienstleistungen

Dienstunfähigkeitsversicherung

Für Beamte gelten andere Regeln als für den einfachen Angestellten oder Selbstständigen. Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit? Informationen hierzu und zu Versicherungsfragen gibt es hier

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist an die Krankenkasse Geknüpft. Für Referendare und Beamte gelten auch hier bestimmte Bedingungen. Lesen Sie hier weiter

Altersvorsorge

Rente und Pension sind nicht nur unterschiedliche Bezeichnungen für Gehalt. Welches sind die Besonderheiten von Beamtenpensionen und wie werden sie berechnet? Für mehr Informationen lesen Sie hier weiter

Sachversicherungen

Unter Sachversicherungen fallen Versicherungen für materielles Gut vom Wohnungsinventar über das KfZ bis zur Wohngebäudeversicherung. Aber auch die Rechtsschutzversicherung fällt formell in diese Kategorie. Mehr Informationen finden Sie hier

Haftpflichtversicherung

Was ist der Unterschied zwischen einer Diensthaftpflichtversicherung und einer Privathaftpflicht? Wie wirken sich diese Unterschiede aus? Lesen Sie hier weiter für mehr Informationen

Rentner mit Hut

Hätten Sie´s gewusst?

Weniger Arbeitszeit bedeutet weniger Pension. Die Höhe der Pension wird, wie auch die Rentenhöhe, nach der geleisteten Arbeitszeit berechnet. Bei unseren Beratungsgesprächen informieren wir Sie über die Berechnungsmöglichkeiten Ihrer Pension.

Pensionen werden vom ehemaligen Dienstherren über Steuergelder finanziert

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Hätten Sie´s gewusst?

Seit 2008 zahlt der Freistaat für jeden neu eingestellten Beamten 500 Euro pro Monat als Versorgungsrücklage in einen Fond. Damit soll für die zu erwartenden Pensionslasten vorgesorgt werden.

Berechnung der Pensionen in Bayern

In den ersten 5 Dienstjahren haben Sie in der Regel, außer bei einem Dienstunfall, keinen Anspruch auf Ruhegehalt (Pension).

Ab der Verbeamtung auf Lebenszeit haben Sie für die ersten 20 Dienstjahre Anspruch auf 35% Ruhege­halt. Erst danach steigern sich Ihre Ansprüche langsam (1,79375% pro Dienstjahr).

Die höchstmögliche Pension, die Sie derzeit erreichen können, beträgt demnach 71,75% nach 40 Dienstjahren (früher 75% nach 35 Dienstjahren).

Ähnlich wie beim Angestellten verringert sich das Ruhegehalt eines Beamten um 3,6 % pro Jahr, welches er vorzeitig in den Ruhestand geht. Man sollte weiterhin beachten, dass Pensionen voll versteuert werden und man auch im Alter die private Krankenversicherung bezahlen muss, wenngleich sich der Beihilfeanspruch (in Bayern) für Ruhestandsbeamte aktuell noch auf 70% erhöht.

Die Verschlechterung in der Beamtenversorgung hängt mit der wirkungsgleichen Übertragung der Kürzung der Renten zusammen. Das Versorgungsnachhaltigkeitsgesetz überträgt die Maßnahmen des Rentenversicherungsnach­haltigkeitsgesetzes auf die Beamtenversorgung.

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