Dienstunfähigkeit von Beamten – Grundlegende Informationen

Ist ein Beamter eine gewisse Zeit lang oder dauerhaft nicht in der Lage seine ihm übertragenen Dienstpflichten auszuüben, dann gilt der Beamte (nach erfolgter medizinischer Prüfung durch den Amtsarzt) als „dienstunfähig“. Bei dem Begriff „Dienstunfähigkeit“ handelt es sich um eine beamtenrechtliche Besonderheit. (§44 Bundesbeamtengesetz).

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Unterschied Dienstunfähigkeit Berufsunfähigkeit

Was bedeutet Dienstunfähig?

Dienstunfähigkeitsversicherungen: Die wichtigsten Fakten

Der Unterschied zwischen Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit

Für viele Berufseinsteiger ist der Begriff „Dienstunfähigkeit“ sicher „Neuland“. Vielleicht hat man schon einmal etwas von „arbeitsunfähig“ oder auch „berufsunfähig“ gehört, aber diese Begriffe finden für den Beamten keine, bzw. nur sehr eingeschränkte Anwendung.

Als dienstunfähig ist definiert, wenn der Beamte „infolge eine körperlichen Gebrechens, wegen Schwäche der körperlichen oder der geistigen Kräfte zur Erfüllung der Dienstpflichten dauernd nicht in der Lage“ ist. (Bundesbeamtengesetz §44)

Die Überprüfung, ob der Beamte dienstunfähig ist nimmt der Amtsarzt, im Auftrag des Dienstherrn, vor.

Berufsunfähig ist der „Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist.“ (§240, Absatz 2 Sozialgesetzbuch VI)

Die Prüfung erfolgt in der Regel durch die gesetzliche Rentenversicherung. Sollte man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, prüft die Versicherungsgesellschaft, je nach Bedingungswerk, durch einen eigenen Arzt oder verlangt umfangreiche Dokumentationen seitens des Versicherten, bzw. des/der behandelnden Ärzte. Die vereinbarte Versicherungsleistung wird in der Regel erst bei erfolgreicher Prüfung gezahlt.

Aus den beiden unterschiedlichen Definitionen von dienstunfähig und berufsunfähig ergibt sich für den Beamten eine ganz andere Situation als für den Angestellten oder den Selbstständigen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt die beamtenrechtlichen Besonderheiten in der Regel unbeachtet, sodass hier im Extremfall keine Leistung erfolgt.

Eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung hingegen bemisst ihre Leistungen an den Urteilen des Amtsarztes und sichert den Beamten im Dienstunfähigkeitsfall ab.

Gerade Dienstanfänger sollten wissen, dass sie bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit nur in Ausnahmefällen Leistungen ihres Dienstherrn erwarten können.

Unsere kostenlosen Beratungsleistungen:

Krankenversicherungen

Beamte haben verschiedene Möglichkeiten sich für den Krankheitsfall zu versichern. Staatliche Förderung in Form von Beihilfe begünstigt eine private Krankenversicherung, aber auch andere Modelle sind möglich. Weitere Informationen gibt es hier

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist an die Krankenkasse Geknüpft. Für Referendare und Beamte gelten auch hier bestimmte Bedingungen. Lesen Sie hier weiter

Altersvorsorge

Rente und Pension sind nicht nur unterschiedliche Bezeichnungen für Gehalt. Welches sind die Besonderheiten von Beamtenpensionen und wie werden sie berechnet? Für mehr Informationen lesen Sie hier weiter

Sachversicherungen

Unter Sachversicherungen fallen Versicherungen für materielles Gut vom Wohnungsinventar über das KfZ bis zur Wohngebäudeversicherung. Aber auch die Rechtsschutzversicherung fällt formell in diese Kategorie. Mehr Informationen finden Sie hier

Haftpflichtversicherung

Was ist der Unterschied zwischen einer Diensthaftpflichtversicherung und einer Privathaftpflicht? Wie wirken sich diese Unterschiede aus? Lesen Sie hier weiter für mehr Informationen

Hand mit Herz

Gesundheitliche Probleme können bis zur Dienstunfähigkeit führen. Informieren Sie sich rechtzeitig

Körper und Geist:

Zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit zählen Probleme mit dem Gelenk- und Strützapparat, psychische Erkrankungen und Tumor Neubildungen (Krebs)

Das unter Lehrern weit verbreitete Burnout Syndrom kann bei besonderer Schwere zur Dienstunfähigkeit führen

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Psychische Belastungen sind bei Lehrern besonders hoch

Lehrermangel, durch krankheitsbedingte Ausfälle verschärft, wachsende Klassenverbände und Aufgabenbereiche sind die Hauptbelastungsfaktoren. Stressfolgeerkrankungen nehmen dadurch enorm zu. Bluthochdruck, Schmerzerkrankungen, Depressionen und Angstzustände sind für viele Lehrer leider mittlerweile der alltägliche Begleiter auf dem Schulweg.

Was bedeutet Dienstunfähig?

Als Dienstunfähigkeit wird die dauerhafte Unfähigkeit zur Erfüllung der dem Beamten obliegenden Dienstpflichten angesehen.

Bei dem Begriff: „Dienstunfähigkeit“ handelt es sich um eine beamtenrechtliche Besonderheit. (§44 Bundesbeamtengesetz)

Ist ein Beamter bzw. eine Beamtin infolge eines körperlichen Gebrechens, wegen Schwäche der körperlichen oder der geistigen Kräfte zur Erfüllung der Dienstpflichten dauernd nicht in der Lage und liegt nach amts­ärztlichem Gutachten eine dauerhafte Dienstunfähigkeit vor, ist der Beamte bzw. die Beamtin in den Ruhestand zu versetzen. Darüber hinaus kann als Dienstunfähigkeit bereits gelten, dass der Beamte innerhalb eines halben Jahres mehr als drei Monate wegen Krankheit dem Dienst fern geblieben ist und zugleich keine Aussicht besteht, dass die Dienstfähigkeit innerhalb eines weiteren halben Jahres wiederhergestellt wird.

In den ersten 5 Dienstjahren haben Sie nur in Ausnahmefällen einen Anspruch auf Ruhegehalt.

Ab der Verbeamtung auf Lebenszeit haben Sie für die ersten 20 Dienstjahre einen Anspruch in Höhe von 35% als Ruhege­halt. Erst danach steigern sich Ihre Ansprüche langsam (1,79375% pro Dienstjahr).

Die höchstmögliche Pension die Sie derzeit erreichen können, beträgt demnach derzeit 71,75% nach 40 Dienstjahren (früher 75% nach 35 Dienstjahren).

Bei unseren Beratungsgesprächen erklären wir die Unterschiede zwischen Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit. Hierbei gehen wir auf Ihre Absicherungsbedürfnisse als zukünftiger Beamter ein und vermitteln ausschließlich echte Dienstunfähigkeitsversicherungen die sich an die Definitionen aus dem Beamtengesetz halten.

Darüber hinaus erklären wir Ihnen auch die sogenannte „Teildienstunfähigkeit“. (§45 Bundesbeamtengesetz)

Dienstunfähigkeitsversicherungen: Die wichtigsten Fakten

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt die beamtenrechtlichen Besonderheiten in der Regel unbeachtet, sodass hier im Extremfall keine Leistung erfolgt.

Eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung hingegen bemisst ihre Leistungen an den Urteilen des Amtsarztes und sichert den Beamten im Dienstunfähigkeitsfall ab. Wir vermitteln ausschließlich echte Dienstunfähigkeitsversicherungen die sich an die Definitionen aus dem Beamtengesetz halten.

Folgende Punkte sind bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte wichtig:

    • echte Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte und Verzicht auf abstrakte Verweisung und möglichst auch auf konkrete Verweisung
    • bedarfsgerechtes Versicherungsendalter
    • weltweiter Versicherungsschutz
    • Verzicht auf regelmäßige Nachprüfungen im Leistungsfall
    • Möglichkeit zur Erhöhung der Dienstunfähigkeitsrente (bei wichtigen Anlässen) ohne erneute Gesundheitsprüfung
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