Die Beihilfe ist eine eigenständige beamtenrechtliche Krankenfürsorge des Dienstherrn gegenüber den Beamten und ihren Familien. Beihilfen werden in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen, bei Maßnahmen zur Vorsorge (u.a. zur Früherkennung von Krankheiten und bei Schutzimpfungen) gewährt.

Auf die Beihilfe haben Sie, als zukünftiger Beamter, einen Rechtsanspruch, der Ihnen zusätzlich zu Ihren Bezügen zusteht und ggf. auch einklagbar ist.

Die Beihilfe ersetzt nicht die von den Beamten für sich und die Familie aus den laufenden Bezügen zu bestreitende Eigenvorsorge, sondern ergänzt diese. Geregelt ist die Gewährung von Beihilfeleistungen in den Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder.

Beamte haben deshalb für sich und Ihre Familie für etwaige Notfälle vorzusorgen und dies durch den Abschluss einer Krankenversicherung sicherzustellen. Davon ausgehend leistet der Dienstherr in Erfüllung seiner Für­sorgepflicht eine ergänzende (Bei-)Hilfe, die dafür sorgen soll, die Belastungen durch Krankheitskosten zu mindern.

Zwischen Beihilfe und gesetzlicher Krankenversicherung bestehen, ähnlich wie zwischen Beamtenversorgung und gesetzlicher Rentenversicherung, nicht nur strukturelle Unterschiede. Bei der Entscheidung nach der für Sie passenden Krankenversicherung müssen Sie berücksichtigen, dass Sie weder einen Anspruch auf Zuschuss Ihrer Dienststelle zur beihilfekonformen Privaten Krankenversicherung (PKV) noch zur Freiwilligen Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben. Sie bezahlen in beiden Fällen jeweils den gesamten Beitrag.

Falls sich Beamte entscheiden sich gesetzlich zu versichern, so müssen Beamte beide Anteile (Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil) der GKV bezahlen. Beamtenanwärter in der GKV zahlen deshalb ca. 220-250 Euro im Monat. Darüber hinaus verschenken diese Beamten auch die Leistungen die Sie von der Beihilfe erhalten würden.

Nur die private Krankenversicherung bietet günstige Dienstanfängertarife, die auf die Beihilfe abgestimmte Leistungen beinhalten und die staatliche Beihilfe optimal ergänzt.

Die Kosten für eine private Krankenversicherung im Sondertarif für Dienstanfänger betragen ca. 60-120 Euro im Monat.

Beihilfe – Bayern

Mit der Ernennung zum Beamten oder zur Beamtin auf Widerruf im Vorbereitungsdienst besteht Anspruch auf Beihilfe in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und sonstigen Fällen gem. Art. 96 BayBG i.V.m. der Bayerischen Beihilfeverordnung vom 02.01.2007 in der jeweils geltenden Fassung.

Die Beihilfe bemisst sich nach einem Prozentsatz der beihilfefähigen Aufwendungen (Bemessungssatz) in der Regel wie folgt:

  1. 50 v.H.: Beamter/Beamtin
  2. 70 v.H.: Beamter/Beamtin für die Dauer der Elternzeit (neu! ab 01.01.2017)
  3. 70 v.H.: Beamter/Beamtin mit mindestens zwei berücksichtigungsfähigen Kindern
  4. 70 v.H.: Ruhestandsbeamte
  5. 70 v.H.: berücksichtigungsfähige Ehegatten
  6. 80 v.H.: berücksichtigungsfähige Kinder (eigene und adoptierte Kinder)
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