Was bedeutet der Beamtenstatus?

„Beamtinnen und Beamte stehen zu ihrem Dienstherrn in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis (Beamtenverhältnis).“ (Bundesbeamtengesetz – BBG – §4)

Der Beamtenstatus bezeichnet eine besondere Form eines Arbeitsverhältnisses. Die Ursprünge des „Beamtentums“ liegen im Bereich des Alten Ägyptens. In sehr vielen Hochkulturen des Altertums bis in die Neuzeit hinein gab und gibt es dem heutigen Beamtenstatus ähnliche Dienstverhältnisse.

Der Beamte hat gegenüber seinem Dienstherrn eine besondere Treuepflicht,  er muss also die ihm übertragenen Aufgaben, im Sinne seines Dienstherrn erfüllen. Im Gegenzug hat der Dienstherr gegenüber seinen Beamten eine besondere – unter Umständen – lebenslange Fürsorgepflicht.

Diese besondere Fürsorgepflicht hat allerdings auch Lücken. Deshalb ist es besonders für Beamte wichtig, Versicherungen zu wählen, deren Bedingungen sich genau an diesen Versorgungslücken orientieren und diese bestmöglich schließen.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über

Die Geschichte des Beamtentums

Den Unterschied zwischen Beamten und Angestellten

Versicherungstechnische Besonderheiten für Beamte

Geschichte des Beamtentums in Deutschland und Bayern

Gechichte Beamtentum

Hätten Sie´s gewusst? Das Wort Beamter stammt aus dem Keltischen und bedeutet: „Herumgesandter“.

Das Wort „Beamter“ ist noch gar nicht so alt. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts bürgerte sich dieser Begriff allmählich im deutschen Sprachgebrauch ein. Erstmals tauchte der Begriff im „Allgemeine[n] Landrecht für die preußischen Staaten (ALR)“ auf. Elf Jahre später zog auch Bayern mit der „Hauptdienstpragmatik über die Dienstverhältnisse der Staatsdiener“ nach, in der „lebenslanges Einkommen“ garantiert wurde. Durch die Formulierung des Rechtes in Gesetzesform entstanden in späteren Zeiten auch die ersten „Beamtengesetze“. Diesen Gesetzen gingen meist „Dieneredikte“ voraus. Selbst die Personalakten wurden oft noch bis ins 20. Jahrhundert hinein „Dienerakten“ genannt.

Dadurch fand der Begriff „Diener des Staates“ über einen langen Zeitraum hinweg große Verbreitung. Die heute oft noch umgangssprachlich benutzte Bezeichnung „Staatsdiener“ resultiert aus dieser Zeit.

Der Unterschied zwischen Beamten und Angestellten

Auch heute noch ergibt sich eine besondere Rechtsstellung des Beamten (siehe Bundesbeamtengesetz) durch die Unterschiede zwischen einem „normalen Angestelltenverhältnis“ und dem „Dienstverhältnis“ eines Beamten.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir die größten Unterschiede zusammengefasst und gegenüber gestellt.

Angestellte/r Beamte/r
Privatrechtliches Arbeitsverhältnis Beamtendienstverhältnis (öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis
Kündigung jederzeit möglich Unkündbarkeit
Gesetzliche Krankenversicherung (Sachleistungsprinzip) Beihilfe und Private Krankenversicherung (Kostenerstattungsprinzip)
Arbeitgeberzuschuss zu den Kosten für die Gesetzliche Krankenversicherung Kein! Arbeitgeberzuschuss zur Gesetzlichen Krankenversicherung (wegen der Beihilfe)
Gesetzliche Rentenversicherung (durch Eigenbeiträge finanziert) Beamtenversorgung (Ruhegehalt ohne eigenen Beitrag, steuermittelfinanziert)
Arbeitslosenversicherung Entfällt für Beamte
Gesetzliche Pflegepflichtversicherung Private Pflegepflichtversicherung
Gesetzliche Unfallversicherung Unfallfürsorge des Dienstherren
Erwerbs-/Berufsunfähigkeit (geringe oder keine Leistung durch die Rentenversicherung) Dienstunfähigkeit (Anspruch erst nach 5 Jahren, außer bei Dienstunfall/-beschädigung)
Tarif(-gehalt) Beamtenversorgung durch den Dienstherren
Keine bzw. nur sehr geringe Mindestversorgung Ruhegehalt ab 5 Dienstjahren (Verbeamtung auf Lebenszeit – BaL)

Unsere Beratungsleistungen

Dienstunfähigkeitsversicherung

Für Beamte gelten andere Regeln als für den einfachen Angestellten oder Selbstständigen. Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit? Informationen hierzu und zu Versicherungsfragen gibt es hier

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist an die Krankenkasse Geknüpft. Für Referendare und Beamte gelten auch hier bestimmte Bedingungen. Lesen Sie hier weiter

Altersvorsorge

Rente und Pension sind nicht nur unterschiedliche Bezeichnungen für Gehalt. Welches sind die Besonderheiten von Beamtenpensionen und wie werden sie berechnet? Für mehr Informationen lesen Sie hier weiter

Sachversicherungen

Unter Sachversicherungen fallen Versicherungen für materielles Gut vom Wohnungsinventar über das KfZ bis zur Wohngebäudeversicherung. Aber auch die Rechtsschutzversicherung fällt formell in diese Kategorie. Mehr Informationen finden Sie hier

Haftpflichtversicherung

Was ist der Unterschied zwischen einer Diensthaftpflichtversicherung und einer Privathaftpflicht? Wie wirken sich diese Unterschiede aus? Lesen Sie hier weiter für mehr Informationen

Beamte und Versicherungen in Deutschland – Die Besonderheiten

Als Beamter unterliegen Sie einer Reihe von besonderen Regularien. Diese ergeben sich aus der besonderen Dienstellung und den damit verbundenen besonderen rechtlichen Gegebenheiten. Vereinfacht kann man sagen: Beim Beamten laufen die Uhren anders.

Unter anderem sind aus versicherungstechnischer Sicht folgende Punkte relevant:

  • Beamte können sich durch die staatlich finanzierte Beihilfe besonders kostengünstig privat versichern
  • Beamte unterliegen im Falle der Arbeitsunfähigkeit den Regelungen der Dienstunfähigkeit
  • Beamte erhalten im Alter eine besondere Form der Altersversorgung: die Pension
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